Nach meinem laengeren Aufenthalt in thailands Norden bin ich relativ kurzfristig nach Bangkok gereist. Dort hab ich erstmal realisiert, dass es mit dem Treffen meiner Freunde aus der Schweiz bzw. Bayern doch noch klappen koennte. Und siehe da, tatsaechlich, habe ich mit Dieter & Rahel gefruehstueckt, ehe sie nach Australien weiter gereist sind. @Dieter&Rahel, hoffe ihr seid gut angekommen und habt keinen Kulturschock erlitten?
An jenem Tag in Bangkok war ich sehr unentschlossen, ob ich nun nach Phuket, Krabi oder Kho Chang fahren soll. Am darauf folgenden Tag habe mich fuer Kho Chang -die verwunschene Insel im Golf von Thailand entschieden. Ich musste in zwei Etappen reisen, weil ich erst gegen Mittag aufbrach. So verbrachte ich eine Nacht in einem winzigen Guesthouse in Trat. Um neun Uhr des darauf folgenden Tages brachte uns das Taxi zum Pier. Mit mir reiste Richard -aus Melbourne. Am Pier trafen wir Anja aus Deutschland. So waren wir eine muntere, kleine Gruppe, die zum Lonley Beach unterwegs war. Das Taxi war noch nicht voll und wir wollten nicht mehr als 80Baht pro Nase bezahlen und so beschlossen wir, auf die naechste Faehre zu warten. Mit dieser Faehre kamen David -aus England- und Herbert aus Schweden. Unsere kleine “Familie” fuer die kommende Woche war somit entstanden.
Lustig und munter gings im Taxi zu und her. Gemeinsam suchten wir das beruemte Treehouse an der Beach auf. Am Tag unserer Ankuft bis auf den letzten Bungalow ausgebucht, wichen wir in ein benachbartes “Guesthouse” mit Bungalows aus. Zuerst hiess es, die Beach erkundigen und im ueber 30 Grad warmen Wasse zu planschen. Die kleine Insel, die zu 90% aus Urwald besteht kann bequem mit einem Motorroller erkundet werden. Dieses Erlebnis zogen wir uns am Sonntag rein. War ganz lustig und ich sass seit dem Tag meiner Abreise vor genau 4 Monaten zum ersten mal “selbst am Steuer” eines motorisierten Gefaehrtes. Es war schon ein bisschen ungewohnt… doch ich gewoehnte mich schnell an mein Fortbewegungsmittel -etwas zu schnell. Nach dem Mittagessen, als ich von der Nebenstrasse auf die Hauptstrasse bog schaffte ich es tatsaechlich, einen Unfall zu bauen. Nun, die sonst trockene Strasse war nass, weil ein Kleinlaster Wasser von seiner Fracht verlor und ich beschleunigte und vermutlich hatte ich noch ein bisschen Sand an den Raedern von der Nebenstrasse. Wie auch immer, waehrend ich beschleunigte, kam ich ins rutschen. Mit einem Ausweichmanoever verhinderte ich den Aufprall in das entgegenkommende Fahrzeug, was letztendlich der ausloeser eines Sturzes war. Ich glaube das ganze hat ganz lustig ausgesehen und die Szene war vermutlich Filmreif -so wie ich dahin geschlittert bin. Die Thai-Frauen, die mich sahen, kreischten eilten sofort herbei und halfen mir beim aufstellen des Rollers. Ich fuehlte mich gut, an der Linken Hand zwei “Knoedli” aufgeschuerft, zerrissene Hosen und ein aufgeschuerftes Knie. Im Nachhinein entdeckte ich noch ein paar Blaue Flecken am Unterarm und an den Rippen. Meine Schutzengel haben einmal mehr gut auf mich aufgepasst und es ist mir nichts wirklich passiert. Die Ernuechterung kam dann, als ich zurueck bei der Vermietung war. Musste den ganzen Schaden am NEUEN Roller selber bezahlen. Doch in anbetracht dessen, was geschehen waere, wenn ich in das Fahrzeug geknallt waere, sind 50SFr. nichts.
Wie nichts ist die unterhaltsame Woche mit meiner Internationalen “Familie” auf Kho Chang vorbei gegangen. Natuerlich bin ich ein bisschen braun, wenn ich denke, wie weiss ich war, bevor ich dorthin fuhr. Wir “feierten” unseren Abschied die ganze Nacht und so blieben mir in den fruehen Morgenstunden noch knapp 1.5 Stunden Schlaf, bevor das Taxi mich zurueck zum Pier brachte. Die Reise empfand ich sehr anstrengend, der Bus legte wahrscheinlich 1000end Stopps ein und wir erreichten Bangkok abends um 7 -anstatt um 5… Erneut eine kurze Nacht stand mir bevor, denn ich musste morgens um 6 Uhr zum Flughafen aufbrechen, damit ich rechtzeitig zum einchecken dort war. Puenktlich startete der Flieger um 9.30 richtung Malaysia.