{"id":426,"date":"2012-02-29T04:02:18","date_gmt":"2012-02-29T03:02:18","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.elmeri.ch\/?p=426"},"modified":"2013-03-16T14:47:47","modified_gmt":"2013-03-16T13:47:47","slug":"aloha","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.elmeri.ch\/?p=426","title":{"rendered":"Aloha"},"content":{"rendered":"<p>&#8230;nach Nah und Fern!<\/p>\n<p>Nach meinem Reisemarathon von \u00c3\u00bcber 36h via Seoul bin ich hier in die USA eingereist. Aktuell wohne ich in einem Hostel an der Waikiki Beach und gew\u00c3\u00b6hne mich nach \u00c3\u00bcber 4 Monaten Asienaufenthalt an den westlichen Lifestyle. Gestern habe ich mir eine lokale SIM Karte besorgt und heute hab ich mich in mehreren Bikeshops \u00c3\u00bcber die Preise von Velos erkundigt. Das beschaffen einer Prepaid SIM war f\u00c3\u00bcr US-amerikanische Verh\u00c3\u00a4ltnisse sehr einfach. Ausser meinem Vor- und Nachnamen brauchte ich nichts anzugeben, bezahlte $ 25.- Cash, damit ich das ganze auch entsprechend nutzen kann und schon verliess ich das Gesch\u00c3\u00a4ft des Telekom Anbieters wieder -und es Funktioniert \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Die Einreise am Flughafen war nach dem Visa-Marathon in Bangkok reine Routinesache. Einfach und vergleichsweise unkompliziert wurde ich am Zoll begr\u00c3\u00bcsst. Die Dame musste bei Ihrem Officer nochmals auf Nummer sicher gehen, ob ich denn wirklich bei Ihr die Formalit\u00c3\u00a4ten abwickeln kann. Der Officer hat mich im Gegensatz zu den Touristen Asiatischer Herkunft an den Schalter f\u00c3\u00bcr US-Passport gewunken. Am Schalter hakte die Dame dann nochmals nach, ob ich denn wirklich zur Schule gehe und was ich nach dem Aufenthalt in den Staaten machen w\u00c3\u00bcrde. Mit der Antwort, dass ich zur\u00c3\u00bcck in die Schweiz gehe, um dort wieder zu arbeiten war sie zufrieden. Nach dem ich mein Gep\u00c3\u00a4ck vom F\u00c3\u00b6rderband geschnappt hatte (bevor die Drogen- oder Sprengstoffhunde es beschn\u00c3\u00bcffelt hatten) reiste ich dann definitiv in Hawaii ein.<\/p>\n<p>Der Bus zur Waikiki Beach war gerappelt voll, draussen stellte sich ein feiner Regen ein und drinnen war die Klimaanlage mindestens auf Gefrierpunkt eingestellt. Nach \u00c3\u00bcber einer Stunde Busfahrt kam ich dann endlich an der Haltestelle in der n\u00c3\u00a4he des Hostels an.<\/p>\n<p>Ich teile mir das Zimmer mit 7 anderen Frauen. Davon sind drei brasilianischer Herkunft, eine Polin, welche nach 3 Jahren Reise hier ihren letzten Aufenthalt vor dem Heimflug macht, die geb\u00c3\u00bcrtige 79ig j\u00c3\u00a4hrige Tschechin Lidmila -die in Folge eines Aussprachefehlers des Parrers bei ihrer Taufe fortan nicht mehr \u00e2\u20ac\u017eLudmila\u00e2\u20ac\u0153 sondern eben Lidmila heisst und Lena, eine \u00c3\u00a4ltere Dame aus S\u00c3\u00bcdschweden, die \u00c3\u00bcber einen kargen Englisch-Wortschatz verf\u00c3\u00bcgt. Das letzte Bett ausser mir ist stets von einer \u00e2\u20ac\u017eKurzaufenthalterin\u00e2\u20ac\u0153 belegt und so haben wir fast t\u00c3\u00a4glich ein Ab- bzw. Neuzugang.<\/p>\n<p>Die Stimmung ist locker und die Menschen unkompliziert. Das Flair hier auf der Insel Oahu gef\u00c3\u00a4llt mir, ich f\u00c3\u00bchle mich sehr wohl! Es scheint mir recht amerikanisch zu sein und dennoch hat die Stadt Honolulu durch die vielen Immigranten aus Asien eine sehr durchmischte Bev\u00c3\u00b6lkerung. Nat\u00c3\u00bcrlich mag ich es, dass es nahezu an jeder Ecke Sushi zu kaufen gibt und es viele Chinesische -und Japanische Restaurants \u00c3\u00bcberall in der Umgebung zu finden sind. Der Besuch der China-Town steht mir noch bevor. Ich nehme es gem\u00c3\u00bctlich mit dem erkunden und Sightseeing machen, da ich ja aufgrund der Sprachschule ganze drei Monate in dieser Stadt leben werde.<\/p>\n<p>Nach meinem langen Asienaufenthalt und dem geniessen der wunderbaren Str\u00c3\u00a4nde auf Koh Phayam an der thail\u00c3\u00a4ndischen Westk\u00c3\u00bcste, wirkt der Strand von Waikiki komplett \u00c3\u00bcberf\u00c3\u00bcllt und un\u00c3\u00bcbersichtlich. Hier gibt es viele Surfer (Wellenreiter), nicht wenige, die sich \u00e2\u20ac\u017enur\u00e2\u20ac\u0153 mit dem Body-Board von den Wellen an den Sandstrand tragen lassen und selbstverst\u00c3\u00a4ndlich viele (f\u00c3\u00bcr meinen Geschmack zu viele) Sonnenbadende im Strand. Ich glaube der Strand ist stets gut besucht und da aktuell Bauarbeiten in Form von Abwasserleitungen verlegen stattfinden, ist der Platz f\u00c3\u00bcr alle sonnenhungrigen entsprechend weniger geworden. Wer sich nun das ganze Romantisch vorstellt, den muss ich entt\u00c3\u00a4uschen -Sonnenbaden neben\/zwischen Baustellen ist nun wirklich nichts f\u00c3\u00bcr ebensolche \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Was mir hier auff\u00c3\u00a4llt ist, dass es relativ viele Obdachlose gibt. Die schlurfen mehr oder minder besoffen mit Rucksack, Rollkoffer oder Einkaufswagen schiebend durch die Strassen. Da meine Unterkunft nicht direkt am Strand sondern an einer Nebenstrasse steht, kommen die \u00e2\u20ac\u017eHeruntergekommenen\u00e2\u20ac\u0153 entsprechend h\u00c3\u00a4ufig hier vorbei. Auffallend ist, dass es nicht Menschen einer asiatischen Ethnie sind, sondern M\u00c3\u00a4nner mit offensichtlich europ\u00c3\u00a4isch\/amerikanischer Abstammung. Gestern hat mich einer von ihnen vor dem Hostel angequatscht und erz\u00c3\u00a4hlte mir von seinem Leid. Soviel ich von seinem breiten, undeutlich akzentuierten amerikanischen Englisch verstehen konnte, ist er \u00c3\u00bcber beide Ohren verschuldet und die Bank hat sein Haus gepf\u00c3\u00a4ndet. Angeblich war sein Oldtimer-Pickup alles, was er noch besass und weil alles gepf\u00c3\u00a4ndet war, konnte er nur die Anzahlung von $ 500.-, die er bei dessen Verkauf bekam, behalten. Bevor er abgehauen ist, hat er im Suff mit einem Baseballschl\u00c3\u00a4ger die Autoscheiben zerst\u00c3\u00b6rt -so dass der K\u00c3\u00a4ufer wohl einen kleinen Minderwert des Wagens in Kauf nehmen musste. Wie er allerdings nach Hawaii kam ist mir ein R\u00c3\u00a4tsel. Ich habe ihn gefragt, ob er hergeschwommen sei, dies hat er verneint, da er unm\u00c3\u00b6glich so weit schwimmen k\u00c3\u00b6nne. Nun, wie viel an der Geschichte wahr ist, weiss ich nicht -da darfst auch du als Leser mitfantasieren.<\/p>\n<p>Ich freue mich, dass ich hier bald zur Schule gehen kann und endlich meine Hirnzellen wieder etwas f\u00c3\u00bcttern! Es wird nicht alles einfach einfach sein, da ich mir ein ehrgeiziges Ziel gesteckt habe, was das Abschlussdiplom betrifft. Auf jeden Fall werde ich mir den Arsch aufreissen und mit dem Advanced in English Certificate in der Tasche meine R\u00c3\u00bcckreise nach Europa antreten.<\/p>\n<p>Bis bald, Susan<\/p>\n<p>P.S. Das schreiben in Deutsch f\u00c3\u00a4llt mir nicht mehr so leicht wie auch schon -zu beginn dieses Beitrages hab ich mich dabei ertappt, dass ich mir die S\u00c3\u00a4tze auf Englisch im Kopf zurechtlegte&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;nach Nah und Fern! Nach meinem Reisemarathon von \u00c3\u00bcber 36h via Seoul bin ich hier in die USA eingereist. 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